Die Stichwahlen vom 27. September 2026 sind entschieden. Eva Bender von der SPD wird neue Regionspräsidentin der Region Hannover. Bei der Oberbürgermeisterwahl in der Landeshauptstadt setzte sich Belit Onay von Bündnis 90/Die Grünen durch und bleibt im Amt.
Für die Wahlberechtigten aus Hemmingen stand bei der Stichwahl die künftige Leitung der Region Hannover zur Abstimmung. An der Oberbürgermeisterwahl beteiligten sich dagegen ausschließlich Wahlberechtigte aus der Landeshauptstadt Hannover. Beide Entscheidungen betreffen unterschiedliche Ämter und Wahlgebiete, wirken sich aber auf die politische Zusammenarbeit in der gesamten Region aus.
Die Stichwahlergebnisse im Überblick
Bei beiden Direktwahlen fiel die Entscheidung deutlich aus. Eva Bender erreichte bei der Wahl zur Regionspräsidentin mehr als zwei Drittel der gültigen Stimmen. Belit Onay wurde mit einem Stimmenanteil von 61,5 Prozent als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt bestätigt.
- Eva Bender, SPD: 69,41 Prozent und 255.395 Stimmen
- Dr. Oliver Junk, CDU: 30,59 Prozent und 112.561 Stimmen
- Wahlbeteiligung bei der Regionspräsidentenwahl: 42,08 Prozent
- Belit Onay, Bündnis 90/Die Grünen: 61,5 Prozent und 108.254 Stimmen
- Dr. Axel von der Ohe, SPD: 38,5 Prozent und 67.701 Stimmen
- Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeisterwahl: 45,0 Prozent
Wer hat die Stichwahlen am 27. September 2026 gewonnen?
Eva Bender von der SPD gewann die Wahl zur Regionspräsidentin. Belit Onay von Bündnis 90/Die Grünen setzte sich bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover durch.
Eva Bender wird neue Regionspräsidentin
Nach Auszählung aller 1.360 Wahlbezirke in der Region Hannover erhielt Eva Bender 69,41 Prozent der gültigen Stimmen. Für die SPD-Kandidatin stimmten 255.395 Wählerinnen und Wähler. Dr. Oliver Junk von der CDU kam auf 112.561 Stimmen und einen Anteil von 30,59 Prozent.
Damit übernimmt erstmals eine Frau das Amt an der Spitze der Region Hannover. Die neue Amtszeit beginnt am 1. November 2026 und dauert acht Jahre. Die Vereidigung in der Regionsversammlung ist für den 17. November vorgesehen.
Bereits im ersten Wahlgang am 13. September hatte Eva Bender mit 30,6 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Dr. Oliver Junk war mit 22,0 Prozent auf den zweiten Platz gekommen. Da keine Kandidierende Person die erforderliche absolute Mehrheit erreicht hatte, war die Stichwahl notwendig geworden.
In der zweiten Abstimmung konnte Eva Bender ihren Vorsprung deutlich ausbauen. Die Ergebnisse aus dem ersten Wahlgang wurden dabei nicht übertragen. Entscheidend waren ausschließlich die am 27. September abgegebenen gültigen Stimmen.
Wie deutlich gewann Eva Bender die Stichwahl?
Eva Bender erreichte 69,41 Prozent der gültigen Stimmen. Ihr Vorsprung vor Dr. Oliver Junk betrug damit 38,82 Prozentpunkte beziehungsweise mehr als 142.000 Stimmen.
Hemmingen hat über die Regionsspitze mitentschieden
Die Wahl zur Regionspräsidentin fand in allen 21 Städten und Gemeinden der Region Hannover statt. Deshalb konnten auch die Wahlberechtigten aus Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg ihre Stimme abgeben.
Die Regionspräsidentin leitet die Regionsverwaltung mit mehr als 3.300 Beschäftigten. Sie setzt die Beschlüsse der Regionsversammlung um, entwickelt politische Leitlinien für die Verwaltung und vertritt die Region nach außen. Außerdem gehört sie der Regionsversammlung als stimmberechtigtes Mitglied an.
Zu den Aufgaben der Region gehören zahlreiche Bereiche, die den Alltag in Hemmingen unmittelbar berühren. Dazu zählen unter anderem:
- der öffentliche Personennahverkehr,
- die regionale Verkehrs- und Raumplanung,
- Gesundheitsversorgung und soziale Leistungen,
- Berufs- und Förderschulen,
- Umwelt- und Klimaschutz,
- Wirtschaftsförderung,
- Rettungswesen und Katastrophenschutz.
Das Ergebnis ist deshalb auch für Hemmingen von direkter Bedeutung. Die neue Regionspräsidentin wird in den kommenden acht Jahren an zentralen Entscheidungen beteiligt sein, die sowohl die Landeshauptstadt als auch die Städte und Gemeinden im Umland betreffen.
Durften die Menschen aus Hemmingen an der Stichwahl teilnehmen?
Ja. Hemmingen gehört zur Region Hannover. Wahlberechtigte aus allen sieben Hemminger Stadtteilen konnten deshalb über die künftige Regionspräsidentin abstimmen.
Belit Onay bleibt Oberbürgermeister von Hannover
Auch die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt der Landeshauptstadt Hannover ist entschieden. Belit Onay von Bündnis 90/Die Grünen erhielt 108.254 Stimmen. Das entspricht 61,5 Prozent der gültigen Stimmen.
Für Dr. Axel von der Ohe von der SPD stimmten 67.701 Wahlberechtigte. Er erreichte damit einen Stimmenanteil von 38,5 Prozent. Der Wahlausschuss der Landeshauptstadt Hannover hat dieses Ergebnis inzwischen amtlich bestätigt.
Belit Onay war 2019 erstmals zum Oberbürgermeister gewählt worden. Seine neue Amtszeit beginnt ebenfalls am 1. November 2026 und dauert acht Jahre.
Im ersten Wahlgang am 13. September hatte Onay 45,6 Prozent erreicht. Axel von der Ohe war mit 21,5 Prozent in die Stichwahl eingezogen. Auch bei dieser Wahl erreichte im ersten Wahlgang niemand mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen.
Wie viele Stimmen erhielt Belit Onay?
Belit Onay erhielt bei der Oberbürgermeister-Stichwahl 108.254 Stimmen und damit 61,5 Prozent. Dr. Axel von der Ohe kam auf 67.701 Stimmen beziehungsweise 38,5 Prozent.
Die Oberbürgermeisterwahl war keine Wahl in Hemmingen
Bei der Einordnung der Ergebnisse ist die Trennung der beiden Wahlgebiete wichtig. Über den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt durften ausschließlich die in Hannover wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner abstimmen. Hemmingen gehört zwar zur Region Hannover, ist aber eine eigenständige Stadt und nicht Teil des Wahlgebietes der Landeshauptstadt.
Die Wahlberechtigten aus Hemmingen erhielten deshalb bei der Stichwahl keinen Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl. Sie entschieden ausschließlich über die Regionspräsidentin beziehungsweise den Regionspräsidenten.
Trotzdem besitzt das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl auch für Hemmingen politische Bedeutung. Hannover und Hemmingen sind bei vielen Themen eng miteinander verbunden. Dazu gehören Pendlerverkehr, öffentlicher Nahverkehr, Wohnungsmarkt, Wirtschaft, Schulen, Kliniken, Kulturangebote sowie gemeinsame Planungen innerhalb der Region.
Die Zusammenarbeit zwischen der Regionspräsidentin, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Umlandkommunen sowie der Regionsversammlung wird daher auch künftig eine wichtige Rolle spielen.
Konnten Wahlberechtigte aus Hemmingen den Oberbürgermeister wählen?
Nein. Den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover wählen ausschließlich die dort wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner. Hemmingen ist eine eigenständige Stadt mit einem eigenen Bürgermeister und Stadtrat.
Wahlbeteiligung bei beiden Stichwahlen niedriger
Bei der Wahl zur Regionspräsidentin lag die Wahlbeteiligung bei 42,08 Prozent. Damit beteiligten sich deutlich weniger Menschen als beim ersten Wahlgang am 13. September, als gleichzeitig die kommunalen Vertretungen gewählt wurden.
Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Hannover gaben 178.308 der 396.026 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 45,0 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen waren 2.353 ungültig.
Eine niedrigere Beteiligung bei Stichwahlen ist nicht ungewöhnlich. Beim allgemeinen Kommunalwahltermin werden mehrere Stimmzettel ausgegeben und zahlreiche politische Vertretungen bestimmt. Bei einer Stichwahl steht dagegen nur noch eine einzelne Personalentscheidung zur Abstimmung.
Das Ergebnis wird unabhängig von der Höhe der Wahlbeteiligung durch die Mehrheit der gültigen Stimmen bestimmt. Bei beiden Wahlen erzielten die Gewinnerin beziehungsweise der Gewinner einen klaren Vorsprung.
Wie hoch war die Wahlbeteiligung?
Bei der Wahl zur Regionspräsidentin beteiligten sich 42,08 Prozent der Wahlberechtigten. In der Landeshauptstadt lag die Beteiligung an der Oberbürgermeister-Stichwahl bei 45,0 Prozent.
Zwei Ämter mit unterschiedlichen Aufgaben
Die Regionspräsidentin und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt leiten jeweils eine eigene Verwaltung. Die Regionspräsidentin ist für die Region Hannover und damit für insgesamt 21 Städte und Gemeinden verantwortlich. Der Oberbürgermeister leitet dagegen ausschließlich die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover.
Eva Bender gehört kraft ihres Amtes zusätzlich der Regionsversammlung an. Belit Onay ist Mitglied des Rates der Landeshauptstadt. Beide Ämter verbinden die politische Repräsentation mit der Leitung einer kommunalen Verwaltung.
Für Hemmingen ist vor allem die Regionspräsidentschaft unmittelbar relevant. Die politische Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt bleibt dennoch bedeutsam, da viele Verkehrs-, Wirtschafts- und Infrastrukturfragen nicht an den Stadtgrenzen enden.
Wie lange dauern die neuen Amtszeiten?
Sowohl die Regionspräsidentin als auch der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt werden für acht Jahre gewählt. Die neuen Amtszeiten beginnen am 1. November 2026.
Offizielle Ergebnisse der Stichwahlen
Die ausführlichen Ergebnisse zur Wahl der Regionspräsidentin mit Stimmenzahlen, Prozentwerten und den Resultaten aus den einzelnen Kommunen veröffentlicht die Region Hannover in ihrer offiziellen Ergebnispräsentation.
Offizielles Ergebnis der Stichwahl zur Regionspräsidentschaft
Das amtlich bestätigte Ergebnis der Oberbürgermeister-Stichwahl stellt die Landeshauptstadt Hannover bereit.
Amtliches Ergebnis der Oberbürgermeister-Stichwahl
Häufige Fragen zu den Stichwahlergebnissen
Wann fanden die Stichwahlen statt?
Die Stichwahlen zur Regionspräsidentschaft und zum Oberbürgermeisteramt der Landeshauptstadt Hannover fanden am Sonntag, 27. September 2026, statt.
Wer wird neue Regionspräsidentin?
Eva Bender von der SPD wird neue Regionspräsidentin. Sie erhielt 69,41 Prozent der gültigen Stimmen.
Wer bleibt Oberbürgermeister von Hannover?
Belit Onay von Bündnis 90/Die Grünen wurde mit 61,5 Prozent erneut zum Oberbürgermeister gewählt.
Wie schnitt Dr. Oliver Junk ab?
Dr. Oliver Junk von der CDU erhielt bei der Regionspräsidentenwahl 112.561 Stimmen und damit 30,59 Prozent.
Wie schnitt Dr. Axel von der Ohe ab?
Dr. Axel von der Ohe von der SPD erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl 67.701 Stimmen beziehungsweise 38,5 Prozent.
Warum waren Stichwahlen erforderlich?
Im ersten Wahlgang am 13. September erreichte bei beiden Direktwahlen keine Kandidierende Person mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen. Deshalb traten jeweils die beiden Erstplatzierten erneut gegeneinander an.
Welche Stichwahl betraf Hemmingen?
Die Wahlberechtigten aus Hemmingen nahmen an der Stichwahl zur Regionspräsidentschaft teil. An der Oberbürgermeisterwahl waren ausschließlich Wahlberechtigte aus der Landeshauptstadt Hannover beteiligt.
Ist Eva Bender die erste Frau an der Spitze der Region Hannover?
Ja. Mit Eva Bender übernimmt erstmals eine Frau das Amt der Regionspräsidentin.
Wann beginnen die neuen Amtszeiten?
Die Amtszeiten von Eva Bender und Belit Onay beginnen am 1. November 2026 und dauern jeweils acht Jahre.
Wo stehen die vollständigen Wahlergebnisse?
Die detaillierten Zahlen sind in den offiziellen Ergebnispräsentationen der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover abrufbar.